Je höher die Berge, desto größer die Herausforderung - Ringen in Dessau!

RINGEN: Wettkampfgemeinschaft Bitterfeld/Dessau/Merseburg gewinnt ersten Kampf knapp gegen Wernigerode.

Taktische Meisterleistung sichert gelungenen AuftaktVON FRANK HARNACK MERSEBURG/MZ - Es war eine enge Rechnung, aber sie ging auf. Zum Auftakt der Ringen-Landesliga gelang der neu gebildeten Wettkampfgemeinschaft Bitterfeld/ Dessau/Merseburg in Merseburg ein 17:15-Erfolg gegen Wernigerode. Ausschlaggebend dafür war ein taktisch kluger Kampf des Dessauers Sven Nickel, der im richtigen Moment zwar sein Duell verlor, aber trotzdem den entscheidenden Punkt für den Sieg holte. Wernigerode geriet schon beim Wiegen in Rückstand. Zwei Gewichtsklassen konnten nicht besetzt werden, so dass die pro Kampf zu vergebenden Punkte der WKG gut geschrieben wurden und diese mit 8:0 führte. Anschließend unterlag zwar Eric Mehle im Limit bis 55 Kilogramm (Freistil) mit 1:11, aber die eine erkämpfte Wertung sicherte gleichzeitig einen Punkt für die Gesamtbilanz. Bill Kulbida (120 Kilogramm/klassisch) und Maximilian Heft (96/ Freistil) bauten durch ihre Siege gegen Stefan Hecht (3:1) und Michael Volk (3:1) die Führung auf 15:2 aus, während Marko Golembiewski bei seiner 2:3-Niederlage gegen Christian Schurig den 16. Teampunkt holte. "Da war klar, dass wir aus den noch verbleibenden zwei Kämpfen nur einen Zähler brauchen", erklärte WKG-Leiter Winfried Gehrke. Diesen zu holen lag am 35-jährigen Routinier Nickel. Dieser bestritt nach einer Rippenverletzung, die ihm schon die Teilnahme an der Senioren-WM gekostet hatte, seinen ersten Kampf. Sein Gegner war Tobias Boeck, der in der vergangenen Saison noch für den damaligen Regionalligisten Artern auf. Vor der letzten Runde stand es 2:2 an Wertungen. "Geh´ kein Risiko mehr ein", schärfte Gehrke in dieser Phase seinem Schützling ein. Denn eine Schulterniederlage hätte unweigerlich vier Mannschaftspunkte für Wernigerode bedeutet und damit einen Sieg der WKG unmöglich gemacht. Doch Nickel hielt dem Druck stand. "Das war eine taktische Meisterleistung von ihm", lobte Gehrke. Boeck gewann zwar die vierte Runde 3:2 und damit auch den Kampf, aber er holte einen Teamzähler zu wenig. Die Gastgeber standen damit als Sieger bereits fest, da spielte es keine Rolle mehr, dass Christian Schubert das letzte Duell gegen Matthias Jahn nach Punkten verlor. "Wir sind mit dem Auftakt sehr zufrieden. Wir haben uns als Kampfgemeinschaft gefunden", bilanzierte Gehrke.