Mitteldeutsche Zeitung vom 10.12.2007
Am Ende fehlt ein Punkt zum dritten Platz in der Oberliga
Bitterfeld/MZ/ck. Die Ausgangslage war eigentlich sehr gut für die Wettkampfgemeinschaft (WKG) Dessau-Bitterfeld. Den Hinkampf des kleinen Finales der Ringer-Oberliga hatten die Anhalter in Sangerhausen mit 18:14 gewonnen. Eine Niederlage im Rückkampf mit drei Punkten Differenz hätte trotzdem für den dritten Platz gereicht. Am Ende waren es allerdings fünf Punkte - 14:19.
"Es hätte eigentlich reichen müssen", ärgerte sich Trainer Winfried Gehrke. Es lief einfach nicht alles nach Plan am Sonnabend in der Bitterfelder Anhaltschule. Zwar konnten Sven Nickel und Tobias Klar ihre Kämpfe für sich entscheiden -das waren aber auch die einzigen Siege an diesem Abend. Die restlichen vier Punkte holten die Gastgeber kampflos, da Sangerhausen eine Gewichtsklasse nicht besetzen konnte. Ansonsten war die WKG nicht vom Glück verfolgt.
Ralf Salomon, der überraschend antrat, erlitt in der ersten Runde seines Kampfes einen Rippenbruch - keine Punkte. Jens Jakubowski, Frank Mehle und Karsten Lattke mussten sich ihren Gegnern geschlagen geben. Der Knackpunkt des Abends war der Kampf von Holger Langrock. Zwei Runden entschied er für sich, die anderen zwei gingen an sein Gegenüber. In der fünften und entscheidenden Runde unterlief ihm ein taktischer Fehler, der den Sieg und in der Endabrechnung Platz drei kostete.
"Wir hätten heute ein wenig anders aufstellen müssen, dann wäre der Sieg auch möglich gewesen", übte Gehrke Selbstkritik. "Sangerhausen hatte zwei taktische Umstellungen vorgenommen, die uns ein wenig überrascht haben. Wir hatten trotzdem eine gute Saison, in der wir fast alles erreicht haben -nur nicht Platz drei."