Mitteldeutsche Zeitung vom 27.11.2007
Chancenlos durch Personalprobleme
Dessau/MZ/ck. Bis Donnerstag waren die Ringer der Wettkampfgemeinschaft Dessau-Bitterfeld vor dem Play-off-Rückkampf am vergangenen Sonnabend gegen den Magdeburger SV euphorisch. "Doch dann hagelte es bis zum Wettkampftag gleich fünf überraschende Absagen", erklärte Trainer Winfried Gehrke enttäuscht. Verletzungen und berufliche Gründe führten schlussendlich dazu, dass in dem Duell mit den favorisierten Magdeburgern zwei Klassen nicht besetzt werden konnten.
Minimalziel erreicht
Unter diesen Umständen war nicht mehr drin als eine 8:24-Niederlage gegen die übermächtigen Gäste. Das Ziel, die deutliche Niederlage im Hinkampf wenigstens etwas revidieren zu können, war trotzdem erreicht - trotz aller Ausfälle. Ohne die kurzfristige Zusage des 47-jährigen Frank Mehle hätte aber beinah gar kein Kampf stattgefunden. "Er hat sich für die Mannschaft geopfert, damit wir immerhin an den Start gehen konnten", bedankte sich nicht nur der Trainer bei dem Routinier. Durch das Nichtbesetzen zweier Klassen ging die WKG mit einem 0:8-Rückstand in den Kampf. Als erster Starter musste der junge Eric Mehle in der Klasse bis 55 Kilogramm ran und unterlag. Auch im nächsten Kampf gab es keine Punkte für die Gastgeber. Holger Langrock ließ sich bereits in der ersten Runde überraschen. Jens Kaufmann, der eigentlich in der Klasse bis 80 Kilogramm startet, musste aufgrund des Personalmangels im Limit bis 96 Kilogramm auf die Matte gehen. Auch er blieb ohne Chance. Die Klasse bis 66 Kilogramm konnte nicht besetzt werden, da sich Tilo Frisch in Magdeburg am Meniskus verletzt hatte. Er wird sich in den nächsten Tagen einer genaueren Untersuchung unterziehen müssen. "Wir hoffen, dass Frisch im nächsten Kampf dabei ist, da wir in dieser Gewichtsklasse keine Alternative haben", bangt Finanzwart Ralf Salomon. Den ersten Sieg des Abends landete Thomas Strube. Sein Gegner gab in der dritten Runde auf - die ersten vier Punkte für die WKG. Eine Niederlage gab es anschließend für Frank Mehle. Den Schlusspunkt setzte Sven Nickel. Er behielt in der zweiten Runde die Oberhand und fuhr die letzten vier Punkte ein.
Dritter Platz soll her
Im kleinen Finale muss am Sonnabend zunächst in Sangerhausen gerungen werden. "Wenn alles so läuft, wie wir uns das vorstellen, dann wollen wir den dritten Platz", so Salomon. Diesmal hoffentlich ohne kurzfristige Überraschungen.