Je höher die Berge, desto größer die Herausforderung - Ringen in Dessau!

Mitteldeutsche Zeitung vom 03.12.2007

WKG Dessau/Bitterfeld erkämpft 14:18-Sieg - Nun winkt dritter Platz der Oberliga
Knapper Erfolg für Ringer

Sangerhausen/MZ/ck. Die Wettkampfgemeinschaft Dessau-Bitterfeld hat mit einem 14:18-Sieg einen ersten Schritt zum Gewinn des kleinen Finales der Ringer-Oberliga geschafft. Im Vergleich zur Vorwoche konnte Trainer Winfried Gehrke diesmal die stärkstmögliche Besetzung aufbieten.

"Verzichten mussten wir auf Tilo Frisch. Er wird aufgrund seiner Meniskusverletzung wohl auch nächste Woche nicht zum Einsatz kommen", so Gehrke. Damit konnte eine Gewichtsklasse nicht besetzt werden, was Sangerhausen zu den ersten Punkten verhalf. Als Erster kam der Dessauer Eric Mehle zum Einsatz. Sein Gegenüber war Anton Riedel, der in diesem Jahr Dritter bei den deutschen Jugendmeisterschaften geworden war. Mehle konnte bis zur dritten Runde gut mithalten - nur eine kleine Unachtsamkeit brachte ihm die Niederlage ein. In der Klasse bis 66 Kilogramm profitierte die WKG vom Übergewicht des Gäste-Ringers Martin Potz - 100 Gramm zu viel auf der Waage brachten die ersten Punkte für Dessau-Bitterfeld.

"Einen Superkampf lieferte Holger Langrock gegen Andre Mierau ab", lobte anschließend Gehrke. Langrock war in der Gewichtsklasse bis 120 Kilo sehr gut auf seinen Kontrahenten eingestellt und errang die nächsten Punkte für die WKG. Eine starke kämpferische Leistung bot auch Carsten Lattke in der Klasse bis 96 Kilogramm. Um in dieser Gewichtsklasse antreten zu können, musste er sieben Kilogramm "Gewicht machen", also abnehmen. Am Ende unterlag er nur knapp dem Sangerhäuser Jörg Grützmachen.

Tobias Klar sah sich in der Klasse bis 84 Kilogramm Christian Mehlig gegenüber. In einem spannenden Wettkampf kostete ihn eine strittige Schiedsrichterentscheidung in der letzten Runde den Sieg. Die beiden letzten Wettkämpfe fanden jeweils im Limit bis 74 Kilogramm statt. Im klassischen Stil setzte sich Sven Nickel gegen Marcus Vorwig, trotz Nasenverletzung, nach technischer Überlegenheit in der dritten Runde durch. Als Letzter musste Thomas Struwe auf die Matte. Sein Gegenüber war der erfahrene Marco Rettkowski. In einer knappen Auseinandersetzung behielt der Gastgeber die Oberhand. "Trotz des engen Ausgangs gab es an unserem Sieg nichts zu rütteln", sagte Gehrke anschließend.