RINGEN
Ringer können Ausfälle nicht kompensieren.
Wie erwartet unter die Räder gekommen
DESSAU/MZ/CK - Was sich bereits in der gesamten Woche angekündigt hatte, traf auch diesmal wieder zu. Stark ersatzgeschwächt, mussten die Ringer der Wettkampfgemeinschaft Bitterfeld/Dessau zum bisher ungeschlagenen Oberligatabellenführer, dem Magdeburger SV 90, reisen. "Wir haben wieder mal keine richtige Mannschaft zusammenbekommen", ärgerte sich Trainer Winfried Gehrke auch noch einen Tag später. Die klare 1:30-Niederlage störte ihn da scheinbar weniger. Durch Zufall hatte er noch am Samstag mitbekommen, dass Andreas Mrosek in der Stadt war und ihn zum Kampf überreden können. Damit war zumindest der bis dahin vakante 120-Kilogramm-Startplatz besetzt. Auch in den anderen Gewichtsklassen wurde größtenteils mit älteren Ringern eine Mannschaft zusammengebastelt. Jüngere Athleten wie beispielsweise Eric Mehle mussten berufsbedingt passen. "Das ist auf jeden Fall lobens-und anerkennenswert, dass sich die anderen in Magdeburg gestellt haben", sagte Gehrke. Unter diesen Voraussetzungen war ein Sieg in Magdeburg auch zu keinem Zeitpunkt in Reichweite. Am Ende setzte sich der Serienmeister Sachsen-Anhalts ganz klar gegen die WKG durch. Neben den Einsätzen der etwas älteren Ringergarde dürfte aber der Tabellenplatz für etwas positive Stimmung sorgen. Mit 7:7 Punkten bleibt die WKG weiter auf Rang drei der Oberliga. "Dort zu bleiben, ist weiterhin das Ziel", so Winfried Gehrke. Schon am Samstag hat die WKG die Möglichkeit, mit einem Erfolg in Wernigerode diesen Platz zu untermauern. Während es dann im letzten heimischen Kampf des Jahres am 6. Dezember gegen Sangerhausen schwer wird, steigt das große Finale nur zwei Wochen später bei Germania Artern II.
