
Ringen
Am Ende entscheidet ausbleibender Pfiff
Wettkampfgemeinschaft Bitterfeld/Dessau muss sich gegen Sangerhausen mit 15:17 geschlagen geben
VON CHRISTIAN KATTNER, 08.12.08, 21:30h, aktualisiert 08.12.08
Der Bitterfeld-Dessauer Tobias Klar (in Rot) beherrschte seinen Gegner eindeutig. (FOTO: SEBASTIAN)
DESSAU/MZ. Die Fans der Wettkampfgemeinschaft Bitterfeld / Dessau wurden beim letzten Saison-Heimkampf gut unterhalten. "Das war ein Super-Kampf", fand auch Trainer Winfried Gehrke. Dennoch gab es in der Oberliga gegen den Favoriten Sangerhausen eine knappe 15:17-Niederlage. Vor allem die personellen Voraussetzungen ließen schon vor dem Kampf auf ein tolles Ergebnis hoffen. Diesmal konnten alle Gewichtsklassen besetzt, sogar auf eine Überraschung gehofft werden.
Eric Mehle machte in der Klasse bis 55 Kilogramm den Anfang. Mit dem Deutschen Vizemeister Anton Riedel hatte er dabei allerdings eine schwere Aufgabe. Nach einer sehr guten ersten Runde musste sich Mehle im zweiten Durchgang geschlagen geben.
Routinier Tilo Frisch musste anschließend in der für ihn ungewohnten 60 Kilogramm-Freistil-Klasse auf die Matte. Dennoch hatte er mit der Klasse sowie seinem Gegner keine Probleme und siegte nach technischer Überlegenheit - die ersten Punkte für die WKG. Für den nächsten gewonnenen Kampf sorgte Jörg Lipka in der Klasse bis 66 Kilogramm (griechisch / römisch). Nachdem er die erste Runde abgeben musste, holte er sich die restlichen Durchgänge und siegte nach Punkten. Der verlorene Punkt sollte in der Endabrechnung dennoch ein wenig schmerzen.
Christian Schubert musste in der Klasse bis 74 Kilogramm antreten. Für ihn war der Kampf allerdings schon in der zweiten Runde mit einer Niederlage beendet. Besser machte es Sven Nickel, er konnte die nächsten vier Pluspunkte einsammeln. Und auch Tobias Klar ließ gegen seinen Gegner nichts anbrennen. Er beherrschte seinen Gegner ganz klar und gewann nach Punkten - der letzte Kampf musste nun also über Sieg oder Niederlage entscheiden.
In diesem trat Karsten Lattke in der höchsten Gewichtsklasse an. Dabei sah er in der ersten Runde schon wie der sichere Sieger aus. Nach einer tollen Aktion hatte Lattke seinen Gegner fest im Griff eingeschlossen, der Pfiff des Kampfrichters blieb allerdings aus und der Sangerhäuser konnte sich befreien. "Hätte der Kampfrichter eher gepfiffen, wäre das der Sieg gewesen", war Winfried Gehrke etwas enttäuscht. In einem weiterhin guten Kampf behielt schlussendlich der Kämpfer vom Tabellenzweiten die Oberhand und holte die letzten und entscheidenden Zähler für Sangerhausen.
Dennoch schaute Winfried Gehrke nach der knappen Niederlage optimistisch nach vorn: "Wenn wir in nächste Woche mit dieser Mannschaft antreten können, sollte es mit dem dritten Platz auf jeden Fall klappen." Dann muss die Wettkampfgemeinschaft bei Artern II antreten. Mit einem Erfolg wäre den Ringern aus Dessau und Bitterfeld der dritte Rang in der Oberliga nicht zu nehmen.