
22.12.2008
Ressort: DES
RINGEN Sportlicher Niederlage in Artern folgt ein Protest beim Verband.
WKG hofft auf den "Grünen Tisch"
BITTERFELD/DESSAU/MZ/CK - Winfried Gehrke fühlte sich am Samstagabend an das vergangene Jahr erinnert. "Wieder haben wir den letzten Kampf mit einem Punkt verloren, das ist schon ärgerlich", sagte der Ringer-Trainer der Wettkampfgemeinschaft Bitterfeld/ Dessau. Sein Team verpasste durch ein 14:15 bei Artern II den dritten Platz in der Oberliga der Ringer.
Aber: Die WKG kann sich trotz der sportlichen Niederlage noch berechtigte Hoffnungen auf einen Sieg am "Grünen Tisch" machen. Artern II hatte einen Ringer dabei, der am 13. Dezember für die erste Mannschaft auf die Matte stieg. Laut Regelwerk muss eine Pause von zwei Wochen zwischen einem Kampf in höheren Klassen und der Oberliga sein, die wurde in diesem Fall nicht eingehalten. Bitterfeld/ Dessau legte daraufhin Protest ein.
Die Zuschauer sahen dessen ungeachtet einen jederzeit spannenden Kampf. Eric Mehle machte in der Klasse bis 55 Kilogramm den Anfang. Nach gewonnener erster Runde verlor er den Kampf im zweiten Durchgang auf Schulter. Anschließend siegte Tilo Frisch in der Klasse bis 60 Kilogramm durch technische Überlegenheit. In der Klasse bis 66 Kilogramm konnte Jörg Lipka mit einem Punktsieg erfolgreich nachlegen. Christian Schubert bekam es in der Klasse 74 Kilogramm (Freistil) ausgerechnet mit Martin Mach zu tun. Eben der Ringer, der noch eine Woche zuvor in der Regionalliga aktiv war. Schubert musste sich auch geschlagen geben, dennoch zeigte sich Trainer Gehrke zufrieden. "Er hat einen Superkampf gezeigt. Bei ihm merkt man mittlerweile, dass er regelmäßig trainiert." Sven Nickel stieg in der Klasse bis 74 Kilogramm (klassisch) auf die Matte und sicherte einen weiteren Erfolg. Für die nächsten Zähler sorgte Tobias Klar in der Klasse bis 84 Kilogramm. Im Limit bis 96 Kilogramm musste Karsten Lattke in der zweiten Runde durch eine Verletzung an der Schulter aufgeben - die Punkte gingen an Artern. Der letzte Kampf in der Klasse bis 120 Kilogramm musste über den Sieg entscheiden. Dort ging Maik Bertram für die Wettkampfgemeinschaft an den Start. Trotz seines deutlich geringeren Gewichts konnte er gut mithalten, zum Sieg reichte es dennoch nicht.
"Wir müssen jetzt abwarten, was bei dem Protest herauskommt", so Gehrke, "aber es gibt klare Regeln, und gegen die hat Artern unserer Meinung nach verstoßen. Ich denke unsere Chancen auf einen erfolgeichen Protest stehen sehr gut." Mit den dann nachträglich zugesprochenen drei Zählern würde die Wettkampfgemeinschaft Bitterfeld/Dessau auch gleichzeitig den Tagessieg erhalten.