
RINGEN 10.11.2009
Die WKG Bitterfeld-Dessau-Merseburg muss im Duell mit Salzgitter gleich fünf Kämpfer ersetzen und unterliegt. "Letztes Aufgebot" hält lange mit
SALZGITTER/MZ - Mit dem "letzten Aufgebot" mussten die Ringer der Wettkampfgemeinschaft Dessau/ Bitterfeld/Merseburg zum fünften und letzten Kampf der Landesliga-Hinrunde nach Salzgitter reisen. Durch das Fehlen von Tilo Frisch, Swen Nickel, Erik Mehle, Christian Schubert und des nach wie vor verletzten Marco Golembiewski konnte die WKG wieder nicht mit der eigentlichen Stammformation antreten. Trotzdem schlug sich das Team achtbar, auch wenn Salzgitter am Ende mit 19:12 gewinnen konnte.
Stefan Mildner unterlag gleich zu Beginn im Limit bis 55 Kilogramm David Mohammad (0:3). In der Gewichtsklasse bis 120 Kilogramm klassisch hielt Bill Kulbida mit Murat Yavuz, dem Sieger der German Masters, lange mit. Doch der bärenstarke Yavuz nutzte kurz vor Beendigung der zweiten Runde eine Unaufmerksamkeit von Kulbilda und gewann auf Schulter (0:4) Sein WKG-Debüt feierte Thomas Lamprecht (60/klassisch). Sein Gegner, Magomed Lomaliev, konnte aber das Gewichtslimit nicht erreichen. Somit gingen die Punkte an die WKG (4:0). Anschließend geriet Maximilian Heft (96/ Freistil) gegen Iles Ozdoev in eine aussichtslose Lage, aus der er sich nicht mehr befreien konnte (0:4). Anschließend wurde es noch einmal spannend. Jörg Lipka ließ im Limit bis 66 Kilo (Freistil) seinem Gegner Atif Öztürk keine Chance. Er behielt in jeder Phase des Kampfes die Übersicht und beherrschte Öztürk nach Belieben (3:0). Im Limit bis 84 Kilo (klassisch) kam der große Auftritt des 18-jährigen Sebastian Brehme, der auf den Salzgitterer Publikumsliebling Oskar Trafala traf. Dieser wollte eine schnelle Entscheidung, doch Brehme konterte und ging dann selbst kompromisslos weiter vorwärts. Er legte sich seinen Gegner förmlich zurecht und holte in der ersten Runde insgesamt zehn Wertungspunkte. Er beendete den Kampf mit einer Schleudertechnik, aus der sich Trafala nicht mehr befreien konnte (4:0). Vor den letzten beiden Begegnungen im Gewichtslimit bis 74 Kilo (Freistil und griechisch-römisch) stand es 11:11. Die WKG hatte noch die Chance zu siegen. Aber die beiden Ersatzkämpfer Jens Jakubowski und Frank Mehle unterlagen Christopher Brunke (1:4) und Georg Goedecke (0:4). Das WKG-Duo fungiert normalerweise als Trainer im Verein und zog sich deshalb absolut achtbar aus der Affäre. "Ich muss beide für ihren Einsatz loben", bedankte sich WKG-Coach Winfried Gehrke. Dessen Team liegt nach dem Ende der Hinrunde auf Rang fünf. Nicht ganz das, was sich die WKG-Macher vorgestellt haben. "Wir haben uns eingeschworen und uns für die Rückrunde einiges vorgenommen", kündigt Gehrke an. Der zweite Teil der Saison beginnt am kommenden Wochenende.